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Ein Meisterwerk aus Sichtbeton

Marti AG Zürich

Der quaderförmige Erweiterungsbau des Kunsthauses Zürich ist ein leuchtendes Beispiel für das Potenzial von Sichtbeton, ungeachtet der architektonischen und bautechnischen Herausforderungen.


Das Ziel

Schaffung einer lichtdurchfluteten Betonskulptur in hochwertiger Ausführung
Nach einem Entwurf des Stararchitekten David Chipperfield sollte der neue Erweiterungsbau des Kunsthauses Zürich als offenes, lichtdurchflutetes, quaderförmiges Gebäude entstehen. Um diese Vision zu verwirklichen, waren anspruchsvolle Vorgaben einzuhalten wie scharfe Kanten an allen Ecken, hochwertige architektonische Oberflächen und ein einheitliches Fugenbild an den Wand- und Bodenplatten.


Das Projekt

Überblick:
Der außergewöhnlich detaillierte Entwurf stellte hohe Anforderungen an MEVA und das zuständige Bauunternehmen, das ein architektonisches Meisterwerk aus Sichtbeton errichten sollte.

Herausforderung:
Die komplexe Geometrie und großes Augenmerk auf die Details führten zu architektonischen wie bautechnischen Herausforderungen, die Innovationskraft, Know-how und Fingerspitzengefühl erforderten.


Die Lösung

Liebe zum Detail

a) Schaffung eines einheitlichen Fugenbildes mit Mammut 350
Ein wichtiger Aspekt bei der Planung und Umsetzung im gesamten Gebäude war die Vorgabe, dass alle Ecken scharfkantig sein müssen. Darüber hinaus wurde das Fugenbild vom Architekten für das gesamte Gebäude vorgegeben. Diese Anforderungen stellten in der zentralen Halle eine große Herausforderung dar. Trotz Öffnungen und Treppenläufen an verschiedenen Stellen musste sich das Fugenbild exakt und ohne Versatz über die gesamte Höhe erstrecken – auch an den großen Unterzügen. Die Arbeiten erforderten daher eine exakte Planung und mussten während der Bauphase mit großer Sorgfalt ausgeführt werden.

Aus diesem Grund wurden die Wände im gesamten Gebäude mit der bewährten Wandschalung Mammut 350 einheitlich hergestellt. Dank präziser Ausführung wurde das vom Architekten gewünschte Fugenbild erreicht. Die Decke samt Unterzügen in rund 28 m Höhe wurde mit MevaFlex ausgeführt

b) Neue Schalungselemente liefern hervorragende Ergebnisse
Um das gewünschte Muster in Anlehnung an die Abdrücke der großen Mammut 350-Elemente zu erzeugen, wurden entsprechend große 3S-Schalungsplatten vorbereitet. Die geforderten hervorragenden Ergebnisse wurden durch die Verwendung neuer Schalungsplatten gewährleistet. Nach dem ersten Einsatz wurden die Platten gedreht, sodass die saubere, unbenutzte Seite für den nächsten Takt wiederverwendet werden konnte.

Bemerkenswert ist auch hier die Regelmäßigkeit in der Ausführung, denn nicht nur das Muster erstreckt sich gleichmäßig über die gesamte Decke: Aussparungen für Lampen liegen stets mittig im Abdruck der Schaltafeln.
 

Hochwertige Oberflächen mit alkus-Vollkunststoffplatten
Bei diesem anspruchsvollen Projekt wurde Sichtbetonqualität für alle Oberflächen gefordert. In den Versammlungsräumen, in Shop und Cafeteria galten besonders hohe Anforderungen. Um diese durchgängig zu erfüllen, veranstaltete MEVA vor Ort eine eigene Schulung zur Aufbereitung und Pflege der eingesetzten alkus-Vollkunststoffplatten.

Dank der stoffgleichen Reparatur lassen sich Kratzer und Löcher einwandfrei wieder verschließen; gleichzeitig behält die Platte ihre wesentlichen Eigenschaften, sodass es nicht zu Abfärbungen kommt und glatte, gleichmäßige Oberflächen erzielt werden. Die umweltschonende Kunststoffplatte mit hoher Langlebigkeit ist bei Schalungssystemen von MEVA serienmäßig integriert.
 

Außergewöhnliche Präzision
An anderer Stelle sind die präzisen Vorarbeiten in der Planung weniger zu erahnen. Gerade beim Bau der 1 m starken Außenwände war jedoch Akribie gefordert, denn Abweichungen der Schalungsstöße waren in einem Toleranzspektrum von nur 1-2 mm erlaubt. Das entspricht etwa einem Viertel der SIA Norm 414/1 zu Maßtoleranzen in der Schweiz. Grund dafür ist die Natursteinfassade, die im Bereich der hohen Fensterfronten und Säulen exakt ausgearbeitet war. Eine größere Abweichung hätte zur Folge gehabt, dass unter der Fassade die Betonwand hervorstehen würde.

Mit zwei Schalsätzen der Mammut 350 wurden die 28 m hohen Wände in vier Takten mit je 7 m Höhe geschalt. Um die Schalung aufzustellen und exakt auszurichten, kam die Kletterkonsole KLK 230 zum Einsatz. Verstärkt mit Triplex-Schrägstützen, diente die KLK 230 hier als Gerüst zur Ausrichtung der hohen Versetzeinheiten.

Extension to the Zurich arthouse using MEVA formwork to achieve fair faced concrete construction

Einfache Bedienung trotz anspruchsvollen Anforderungen
 
a) Hohe Frischbetondruckaufnahme erleichtert und beschleunigt die Arbeit
Aufgrund der Maßhaltigkeit der Schalung und der hohen Frischbetondruckaufnahme von 100 kN/m² war es möglich, bis zu 4 m Höhe ohne Rücksicht auf die Steiggeschwindigkeit zu betonieren – eine Erleichterung für die Bauprofis von Marti, die bei diesem Projekt stets die Details im Blick behalten mussten.

b) Anpassungsfähigkeit fördert Effizienz
Die Wandschalung Mammut 350 hat sich in der gesamten Halle als absoluter Allrounder erwiesen. So wurden die 3,50 m x 2,50 m großen ­Elemente liegend eingesetzt, um zunächst die hohen Treppenläufe und später auch die 2,50 m ­starken Unterzüge unter dem Dach der großen Halle zu schalen. Das Klettergerüst KLK 230 wurde an die Wand angebracht, um die Schalung auszurichten.

c) Flexibles Deckensystem reduziert den Zeitaufwand
Die Decken der Ausstellungsräume wurden mit der Systemdeckenschalung ­MevaDec umgesetzt. Das rasterfreie ­System reduziert Ausgleiche durch die freie Richtungswahl der Träger, wodurch die Arbeit erleichtert und beschleunigt wird. In weitläufigeren Räumen wurden die Decken mit der Deckenschalung MevaFlex realisiert und mit dem flexiblen Traggerüst MEP unterstützt. Besondere Aufmerksamkeit galt auch der Erstellung des Lichthofs, die sich über fünf Betonierabschnitte erstreckte.

Extension to the Zurich arthouse using MEVA formwork to achieve fair faced concrete construction


Das Ergebnis

Mit dem Erweiterungsbau verfügt Zürich nun über einen neuen architektonischen Blickfang und eine herausragende Anlaufstelle für Kunstliebhaber. Gemeinsam haben die Marti AG und MEVA die großen Herausforderungen gemeistert und ein Bauwerk geschaffen, das einer Betonskulptur gleicht.


Das Kunsthaus war eine sehr interessante Baustelle. Dank zuverlässigen Partnern wie MEVA haben wir hier wirklich gute Arbeit geleistet.

Franz Bütler, Bauleiter bei Marti AG


Verwendete Systeme


Bauunternehmen:
Marti AG Zürich

Projekt:
Erweiterung des Kunsthaus Zürich

Standort:
Zürich, Schweiz

Auftraggeber:
Zürich, Amt für Hochbauten

Schalungsplanung:
MEVA Schalungs-Systeme AG, Seon

 


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